Bandido-Haftbefehl aufgehoben

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    • Bandido-Haftbefehl aufgehoben

      Bandido-Haftbefehl aufgehoben

      Quelle: Biker-news.de


      Der Bandidos MC hat uns um den Abdruck der folgenden Gegendarstellung gebeten:

      „In der BIKERS NEWS; Ausgabe März 2005, ist auf Seite 3 der Beitrag „Mein Senf – Zerbrochene Freundschaften“ abgedruckt, der unrichtige Behauptungen enthält, die wir wie folgt richtigstellen:
      • Unwahr ist die Behauptung, die beiden (der Presi der Bandidos und sein Sohn) hätten einen von mehreren Outlaws, die zu nächtlicher Stunde vor ihrem Haus aufgekreuzt waren, getötet. Der Vater hätte geschossen und der Sohn mit einem Baseballschläger auf den Kopf eingedroschen.
      • Wahr ist, daß die Outlaws vor dem Haus des Presis der Bandidos aufgekreuzt waren. Alles Weitere sind Vorhaltungen in einem anhängigen Gerichtsprozeß, der noch nicht rechtskräftig entschieden ist.“
      Bandidos Germany, Februar 2005


      Doc Baumann hatte sich bei seinem Kommentar auf die in den Medien wiedergegebenen Tatsachenbehauptungen gestützt; selbstverständlich wollen wir damit keine Schuldzuweisungen vorwegnehmen, die allein Sache des Gerichts sind. Daß auch dieses die Lage inzwischen anders sieht als noch im letzten Heft beschrieben, zeigt die Haftentlassung des Angeklagten:
      Die Pressestelle des Gerichts in Osnabrück gab dazu Ende Februar den folgenden Text an die Medien:
      „Haftbefehl gegen Angeklagten im Verfahren wegen des tödlichen Rockerstreits aufgehoben.
      Das Verfahren wurde heute mit der Vernehmung der Zeugen fortgesetzt. Im Laufe des Nachmittags stellte die Verteidigung des Angeklagten Wolfgang E. den Antrag, den gegen ihn bestehenden Haftbefehl aufzuheben.
      Die 3. Strafkammer hat den Haftbefehl gegen Wolfgang E, soeben aufgehoben. Der Angeklagte ist deshalb nunmehr nicht mehr in Haft.
      Zur Begründung hat die Kammer ausgeführt, daß nach dem derzeitigen Verfahrensstand nicht mehr von einem dringenden Tatverdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts ausgegangen werden kann. Nach der Vernehmung von Zeugen und der Inaugenscheinnahme des Tatorts sei die Einlassung des Angeklagten, er habe in Notwehr gehandelt, derzeit nicht mit der erforderlichen Sicherheit zu widerlegen, so daß die Anforderungen an einen dringenden Tatverdacht im Sinne von § 112 StPO zur Zeit nicht gegeben seinen …
      Zum Sachverhalt: Dem Angeklagten Wolfgang E. wird vorgeworfen, in den Morgenstunden des 16.07.2004 zwischen 2.00 und 3.00 Uhr in Wallenhorst mit einer Pistole Kaliber 7,65 mm, für die er keine waffenrechtliche Erlaubnis besaß, zweimal in einer Entfernung von 1 bis 2 Metern auf den Geschädigten Wilhelm B. geschossen zu haben, um diesen zu töten, wobei er sein Opfer am rechten Ellenbogen und im Bereich des oberen Bauraums getroffen haben soll. Der Angeschossene starb an den Verletzungen infolge innerer Blutungen.
      Nachdem das Opfer aufgrund der Schussverletzungen zu Boden gegangen war, soll der Angeklagte Boris E. mit einem Baseballschläger auf den am Boden Liegenden eingeschlagen haben, um ihn zu töten. Infolge dieser Gewalteinwirkung trug der bereits tödlich verletzte Wilhelm B. eine großflächige Kopfverletzung davon.
      Hintergrund der angeklagten Tötungsdelikte sollen Streitigkeiten zwischen zwei rivalisierenden Motorradclubs gewesen sein. Ende 2001, Anfang 2002 wurde zunächst für das Gebiet Osnabrück ein sog. Chapter MC Bandidos Osna?brück gegründet, dessen Präsident der angeklagte Wolfgang E. ist. Im Frühjahr/Sommer 2004 ist in Osnabrück sodann ein Chapter MC Outlaws Osnabrück gegründet worden, bei dem der getötete Wilhelm B. Mitglied war. Aufgrund der Gründung des MC Outlaws Osna?brück kam es in den Wochen vor dem Tötungsdelikt zu Spannungen zwischen den Bandidos und den Outlaws. Es wurden auch Straftaten angezeigt, die mit den Streitigkeiten der Motorradclubs untereinander in Verbindung stehen sollen und möglicherweise in der hier angeklagten Straftat mündeten.“


      bikersnews.de/AdP.html