Richtlinie für Messung von Standgeräuschen

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    • RE: Richtlinie für Messung von Standgeräuschen

      Ich habe da sehr gute Verbindungen zu den Kollegen von der Trachtengruppe. Ich werd mal nachfragen, welche Richtlinie gerade aktuell ist.
      1975 ist meines Erachtens etwas veraltet. --daumen--
      Genaues dann nächste Woche.

      Tschüss
      Jürgen
      :tf :tf :tf :tf :tf Viele Grüße vom Jürgen :tf :tf :tf :tf :tf
    • Die Richtline ist noch aktuell. Wird aber nur selten angewandt, da es neuere Geräte zur Schallpegelmessung gibt. Habe erst mal das gefunden:


      Standgeräuschmessung:
      Bei der Standgeräuschmessung wird das Mikrofon in Höhe der Auspuffmündung im Winkel von 45 Grad
      zur Längsachse und 0,5m Abstand positioniert, während der Motor auf halber Nenndrehzahl gehalten
      wird (wenn Nenndrehzahl über 5000/min). Als Ergebnis zählt der höchste von drei Meßwerten gerundet auf
      volle dB(A).

      Die Polizei darf vor Ort nur das Standgeräusch prüfen. Das geht wie bei der Homologation, mit einem
      Schalldruckpegelmesser auf Höhe der Auspuffmündung (im Winkel 45 Grad zur Längsachse und 0,5
      Meter Abstand) vor sich, und zwar auf einer ausreichend freien Fläche. Das gemessene Standgeräusch
      darf den im Fahrzeugschein angegebenen Wert um maximal fünf Dezibel überschreiten.

      Es besteht keine Berechtigung zum Einbehalten/Abschrauben eines Auspuffes bzw. der Sicherstellung eines ganzen Motorrades.



      Vergleiche:

      § 49 (StvZO) Geräuschentwicklung und Schalldämpferanlage.
      (1) Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen so beschaffen sein, dass die Geräuschentwicklung das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Maß nicht übersteigt.
      (2) Kraftfahrzeuge, für die Vorschriften über den zulässigen Geräuschpegel und die Schalldämpferanlage in den nachfolgend genannten Richtlinien der Europäischen Gemeinschaften festgelegt sind, müssen diesen Vorschriften entsprechen:
      1. Richtlinie 70/157/EWG des Rates vom 6. Februar 1970 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffvorrichtung von Kraftfahrzeugen (ABl. EG Nr. L 42 S. 16), geändert durch die im Anhang1) zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen,
      2. Richtlinie 74/151/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über bestimmte Bestandteile und Merkmale von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern (ABl. EG Nr. L 84 S. 25), geändert durch die im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen,
      3. (aufgehoben)
      4. Richtlinie 97/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Juni 1997 über bestimmte Bauteile und Merkmale von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen (ABl. EG Nr. L 226 S. 1), jeweils in der aus dem Anhang zu dieser Vorschrift ersichtlichen Fassung.
      Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h und selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler entsprechen der Vorschrift nach Absatz 1 auch, wenn sie den Vorschriften der Richtlinie nach Nummer 2 genügen. Fahrzeuge entsprechen den Vorschriften der Richtlinie nach Nummer 2 auch, wenn sie den Vorschriften der Richtlinie nach Nummer 1 genügen.
      (2a) Auspuffanlagen für Krafträder sowie Austauschauspuffanlagen und Einzelteile dieser Anlagen als unabhängige technische Einheit für Krafträder dürfen im Geltungsbereich dieser Verordnung nur verwendet werden oder zur Verwendung feilgeboten oder veräußert werden, wenn sie
      1. mit dem EWG-Betriebserlaubniszeichen gemäß Anhang II Nr. 3.1.3 der Richtlinie 78/1015/EWG des Rates vom 23. November 1978 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffanlage von Krafträdern (ABl. EG Nr. L 349 S. 21), zuletzt geändert durch die Richtlinie 89/235/EWG des Rates vom 13. März 1989 zur Änderung der Richtlinie 78/1015/EWG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffanlage von Krafträdern (ABl. EG Nr. L 98 S. 1) oder
      2. mit dem Genehmigungszeichen gemäß Kapitel 9 Anhang VI Nr. 1.3 der Richtlinie 97/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Juni 1997 über bestimmte Bauteile und Merkmale von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen (ABl. EG Nr. L 226 S. 1) oder
      3. mit dem Markenzeichen „e" und dem Kennzeichen des Landes, das die Bauartgenehmigung erteilt hat gemäß Kapitel 9 Anhang III Nr. 2.3.2.2 der Richtlinie 97/24/EG des Europäischen Parlamentsund des Rates vom 17. Juni 1997 über bestimmte Bauteile und Merkmale von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen (ABl. EG Nr. L 226 S. 1)
      gekennzeichnet sind. Satz 1 gilt nicht für
      1. Auspuffanlagen und Austauschauspuffanlagen, die ausschließlich im Rennsport verwendet werden,
      2. Auspuffanlagen und Austauschauspuffanlagen für Krafträder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 50 km/h.
      (3) Kraftfahrzeuge, die gemäß Anlage XIV zur Geräuschklasse G 1 gehören, gelten als geräuscharm; sie dürfen mit dem Zeichen "Geräuscharmes Kraftfahrzeug" gemäß Anlage XV gekennzeichnet sein. Andere Fahrzeuge dürfen mit diesem Zeichen nicht gekennzeichnet werden. An Fahrzeugen dürfen keine Zeichen angebracht werden, die mit dem Zeichen nach Satz 1 verwechselt werden können.
      (4) Besteht Anlaß zu der Annahme, dass ein Fahrzeug den Anforderungen der Absätze 1 bis 2 nicht entspricht, so ist der Führer des Fahrzeugs auf Weisung einer zuständigen Person verpflichtet, den Schallpegel im Nahfeld feststellen zu lassen. Liegt die Messstelle nicht in der Fahrtrichtung des Fahrzeugs, so besteht die Verpflichtung nur, wenn der zurückzulegende Umweg nicht mehr als 6 km beträgt. Nach der Messung ist dem Führer eine Bescheinigung über das Ergebnis der Messung zu erteilen. Die Kosten der Messung fallen dem Halter des Fahrzeugs zur Last, wenn eine zu beanstandende Überschreitung des für das Fahrzeug zulässigen Geräuschpegels festgestellt wird.
      (5) Technischer Dienst und Prüfstelle im Sinne der in Absatz 2 und 3 genannten Regelwerke ist das Institut für Fahrzeugtechnik beim Technischen Überwachungs-Verein Bayern Sachsen e.V., Westendstraße 199, 80686 München. Es können auch andere Technische Prüfstellen für den Kraftfahrzeugverkehr oder von der obersten Landesbehörde anerkannte Stellen prüfen. Der Technische Dienst ist über alle Prüfungen zu unterrichten. In Zweifelsfällen ist er zu beteiligen; bei allen Fragen der Anwendung ist er federführend.
      :tf :tf :tf :tf :tf Viele Grüße vom Jürgen :tf :tf :tf :tf :tf
    • oh man......so was gibts wirklich nur in Deutschland...Kopfschüttel
      Regeln,Richtlinien,Paragraphen.....demnächst gebe ich mein Klopapier zurück weil die Perforierung nich winklig ist...
      ...ist schon erschreckend wenn man sich das durchliest,aber dieses Thema wird wohl immer so engstirnig bleiben...
      wie gesagt,das Erste was an meiner 1500er "modifiziert" wurde,war der Auspuff...die Werksanlage hast du gar nich gehört,ein kleines bischen Klänge müssen schon erlaubt sein...
      in diesem Sinne...leis ist scheiss --rot--
      *sichankotz*
      wer bis zum Hals in der Scheiße steckt,sollte den Kopf nicht hängen lassen...
    • Fällt mir noch ne Geschichte ein.
      Mein Sohn mit seiner Simme wurde angehalten und sein Auspuff war irgendso ein getuntes Teil. Nach Frage des Grünen was das ist sagte er das ist ok das hat eine ABE. Er hatte auch wirklich eine nur leider nicht mit.
      Was er mit hatte war die ABE für den Lenker.

      Clever wie er ist gibt er die ABE für den Lenker hin. Der Polzist guckt drauf grübelt und sagt OK und er konnte weiter fahren.

      Kein Witz wirklich pasiert. --klatsch--

      Jetzt such ich irgend ne ABE eines Teils was so ähnlich aussieht wie meine Töpfe , den scheinbar können die bei uns nicht lesen --lachen--

      trudenfan
    • ok,dann hab ich auch ne wahre Geschichte...ich bin mit meiner Trude zur Dekra in Neustadt gefahren und parkte neben der Prüfhalle.Ich hatte eigentlich nur ne Frage und wollte dort nix prüfen lassen...
      promt kommt da so ein "Sachverständiger" aus der Halle und labert mich an:die kriegste hier nich abgenommen,da sehe ich auf den ersten Blick so viele Verstöße(Gummischützer über den Schirmchen der Zusatzscheinwerfer fehlen,Lenker zu breit,Auspuff, laut Gehör, zu laut)
      ...ich hab für den ganzen Scheiß ABE'n in der Tasche,aber mal ehrlich,diese ganzen sinnlosen Probleme gibts doch nur wegen so vielen engstirnigen,biker-verachtenden regelaufstellenden Klugscheißern.Schau mal nach Ami-Land,in dieser Hinsicht kratzt das da kein Schwein,ganz im Gegenteil...hier wird man schon verwarnt wenn man ne Simme rot anmalt.....jaja...die bösen Rockers... --wand--
      *sichankotz*
      wer bis zum Hals in der Scheiße steckt,sollte den Kopf nicht hängen lassen...
    • Ein 49-Jähriger war im Mai 2003 einer Karlsruher Verkehrskontrolle aufgefallen, weil der Schalldämpfer seiner Kawasaki zu laut war.

      Die Folge: drei Punkte in Flensburg und 50 Euro Strafe. Jetzt hat der Biker vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe die Revision seines Prozesses gewonnen. Zur Begründung: Die Betriebserlaubnis des Motorrads erlösche nicht deshalb, weil Querbleche am Schalldämpfer durch Verschleiß, Korrosion oder starken Gebrauch abgefallen seien.

      Das Erlöschen der Betriebserlaubnis setze eine willentliche Umgestaltung voraus, die nicht nachgewiesen werden konnte. Der Nachrüst-Schalldämpfer verfügte über eine EWG-Zulassung (Az 1 Ss 30/05).

      aus bikercommunity
    • Da ich auch zu den grünen Ordnungshütern gehöre, zu den und anderen technischen Problemen meine Meinung (die sicher nicht jeder teilt):

      Manchmal denken, ein Polizeibeamter müsse alles wissen, das ist (im deutschen Recht) unmöglich.

      Es gibt eben keiner eierlegende Wollmilchsau. Den alles wissenden Beamten lögischerweise auch nicht.

      Der hier handelnde Beamte hat sich sicher ein bissel blöd angestellt, aber ich warne, das auf andere oder gar alle übertragen zu wollen.

      Gerade auf dem Gebiet des Zulassungrechtes gibt es eine fast unüberschaubare Flut von Regelungen, die selbst für den Fachmann kaum noch überschaubar ist.

      Es gibt viele Polizisten, die sich auf diesem Gebiet qualifiziert und spezialisiert haben. (meist welche, die z.B. an schönen "Bike-Strecken" oder Plätzen wie z.B Torfhaus oder speziell in der Verkehrsüberwachung) arbeiten(aber nicht nur da!)

      Man weiß ja nicht, an wen man gerade kommt.
      Erwischt dich ein Spezi, hast du echt schelchte Karten
      .


      Also nicht darauf verlassen, dass solche Einträge hier verallgemeinert werden können.


      M.F
    • Das ist ja traurig was ich lese.
      Du liegst im Zelt und neben Dir schmeißt einer ein Möppi mit leeren Rohren an... bekommt denn da keiner ne Gänsehaut???
      Zum Glück gibts ja noch Leutz die trotz Allem drauf Sch... und auf deren Sargdeckel nicht steht: Er war immer artig und ist jetzt geprüft(!) tiefergelegt." :ve
      Ich find`s ok wenns auch mal nach Möppi klingt und nicht nach Nähmaschine.

      Der Peppi