Bussgeld und Tipps

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    • Bussgeld und Tipps

      Geschwindigkeitsüberschreitungen mit dem Pkw:

       

      innerhalb geschlossener Ortschaften
      bis 10 km/h  15,- EUR
      11-15 km/h  25,- EUR
      16-20 km/h  35,- EUR
      21-25 km/h 50,- EUR, 1 Punkt
      26-30 km/h 60,- EUR, 3 Punkte
      31-40 km/h 100,- EUR, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
      41-50 km/h 125,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
      51-60 km/h 175,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
      61-70 km/h 300,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahverbot
      über 70 km/h 425,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

      außerhalb geschlossener Ortschaften (z.B. Landstraße, Autobahn)
      bis 10 km/h  10,- EUR
      11-15 km/h  20,- EUR
      16-20 km/h  30,- EUR
      21-25 km/h  40,- EUR, 1 Punkt
      26-30 km/h 50,- EUR, 3 Punkte
      31-40 km/h 75,- EUR, 3 Punkte
      41-50 km/h 100,- EUR, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
      51-60 km/h 150,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
      61-70 km/h 275,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahverbot
      über 70 km/h 375,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

      Achtung, ein Fahrverbot wird auch verhängt, wenn innerhalb eines Jahres 2 Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 25 km/h festgestellt wurden !

      Toleranz, vom gemessenen Wert abgezogen: meist 3 km/h bei weniger als 100 km/h, darüber 3%.
      Im Normalfall zeigt das Tachometer des Autos mehr an als die tatsächliche Geschwindigkeit.

        

      Abstand:

       


      Nichteinhalten des Abstandes zu einem vorausfahrenden Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit bis 80 km/h  25,- EUR, bei Gefährdung 30,- EUR, bei Sachbeschädigung 35,- EUR

      bei über 80 km/h, wenn nicht in Metern weniger als ein Viertel des Tachowertes  35,- EUR

      bei einer Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h
      weniger als 5/10 des halben Tachowertes  40,- EUR, 1 Punkt
      weniger als 4/10 des halben Tachowertes 50,- EUR, 2 Punkte
      weniger als 3/10 des halben Tachowertes 75,- EUR, 3 Punkte
      weniger als 2/10 des halben Tachowertes 100,- EUR, 4 Punkte
      (bei mehr als 100 km/h + 1 Monat Fahrverbot)
      weniger als 1/10 des halben Tachowertes 125,- EUR, 4 Punkte
      (bei mehr als 100 km/h + 1 Monat Fahrverbot)

      bei einer Geschwindigkeit von mehr als 130 km/h
      weniger als 5/10 des halben Tachowertes 50,- EUR, 2 Punkte
      weniger als 4/10 des halben Tachowertes 75,- EUR, 3 Punkte
      weniger als 3/10 des halben Tachowertes 100,- EUR, 4 Punkte
      weniger als 2/10 des halben Tachowertes 125,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
      weniger als 1/10 des halben Tachowertes 150,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot

        

      Halten und Parken:

       

      Parken: Verlassen des Fahrzeugs oder Halten für mehr als 3 Minuten

      Unzulässig gehalten z.B. auf Fußgängerüberwegen, bis zu 5 m davor, auf Bahnübergängen, vor und in Feuerwehrzufahrten, an Taxiständen, bis zu 10 m vor Lichtzeichen, im Halteverbot, im eingeschränkten Halteverbot... 10,- EUR, bei Behinderung 15,- EUR

      Halten in "zweiter Reihe" 15,- EUR, bei Behinderung 15,- EUR

      Parken z.B. auf Geh- und Radwegen, an engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven, auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu 5 m davor, auf Bahnübergängen, bis zu 10 m vor Lichtzeichen, im Halteverbot, im eingeschränkten Halteverbot... 15,- EUR, bei Behinderung 25,- EUR

      ... länger als eine Stunde 25,- EUR, bei Behinderung 35,- EUR

      Vor oder in Feuerwehrzufahrten geparkt 35,- EUR

      Unberechtigt auf Schwerbehinderten-Parkplatz geparkt  35,- EUR

      Mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug länger als zwei Wochen geparkt  20,- EUR

      Parken in "zweiter Reihe"  20,- EUR, bei Behinderung 25,- EUR

      ... länger als 15 Minuten  30,- EUR, bei Behinderung 35,- EUR

      Vorrang des Berechtigten beim Einparken in eine Parklücke nicht beachtet  10,- EUR

      Nicht platzsparend gehalten oder geparkt  10,- EUR

      Einrichtungen zur Überwachung der Parkzeit:
      An einer abgelaufenen Parkuhr, ohne vorgeschriebene Parkscheibe, ohne Parkschein oder unter Überschreitung der Höchstparkdauer geparkt  5,- EUR
      bis 30 Minuten  5,- EUR
      bis zu einer Stunde  10,- EUR
      bis zu zwei Stunden  15,- EUR
      bis zu drei Stunden  20,- EUR
      länger als drei Stunden  25,- EUR

       

      Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil (Ampel usw.):

       

      Als Fahrzeugführer in anderen als den Fällen des Rechtsabbiegens mit Grünpfeil, rotes Wechsellichtzeichen oder rotes Dauerlichtzeichen nicht befolgt

      (auf deutsch: innerhalb 1 Sekunde nach dem Umspringen über rote Ampel gefahren, kein grüner Pfeil)  50,- EUR; 3 Punkte
      mit Gefährdung oder Sachbeschädigung  125,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot

      bei schon länger als eine Sekunde andauernder Rotphase eines Wechsellichtzeichens 125,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot
      mit Gefährdung oder Sachbeschädigung  200,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot

      Beim Rechtsabbiegen mit Grünpfeil

      vor dem Rechtsabbiegen mit Grünpfeil nicht angehalten  50,- EUR; 3 Punkte

      den Fahrzeugverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtungen, ausgenommen den Fahrradverkehr auf Radwegfurten, gefährdet  60,- EUR; 3 Punkte

      den Fußgängerverkehr oder den Fahrradverkehr auf Radwegfurten der freigegebenen Verkehrsrichtungen
      behindert  60,- EUR; 3 Punkte
      gefährdet  75,- EUR; 3 Punkte

       

      Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil (Ampel usw.):

       

       Als Fahrzeugführer in anderen als den Fällen des Rechtsabbiegens mit Grünpfeil, rotes Wechsellichtzeichen oder rotes Dauerlichtzeichen nicht befolgt

      (auf deutsch: innerhalb 1 Sekunde nach dem Umspringen über rote Ampel gefahren, kein grüner Pfeil)  50,- EUR; 3 Punkte
      mit Gefährdung oder Sachbeschädigung  125,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot

      bei schon länger als eine Sekunde andauernder Rotphase eines Wechsellichtzeichens 125,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot
      mit Gefährdung oder Sachbeschädigung  200,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot

      Beim Rechtsabbiegen mit Grünpfeil

      vor dem Rechtsabbiegen mit Grünpfeil nicht angehalten  50,- EUR; 3 Punkte

      den Fahrzeugverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtungen, ausgenommen den Fahrradverkehr auf Radwegfurten, gefährdet  60,- EUR; 3 Punkte

      den Fußgängerverkehr oder den Fahrradverkehr auf Radwegfurten der freigegebenen Verkehrsrichtungen
      behindert  60,- EUR; 3 Punkte
      gefährdet  75,- EUR; 3 Punkte

        

      TÜV / Abgasuntersuchung:

       

      Als Halter Fahrzeug zur Haupt- oder Zwischenuntersuchung nicht angemelde oder vorgeführt; bei einer Überschreitung des Anmelde- oder Vorführtermins von mehr als
      zwei bis vier Monaten  15,- EUR
      vier bis acht Monaten  25,- EUR
      acht Monaten  40,- EUR, 2 Punkte

      Fahrzeug zur Nachprüfung der Mängelbeseitigung nicht rechtzeitig vorgeführt  15,- EUR

      Als Halter die Frist für die Abgasuntersuchung von mehr als zwei bis acht Monate überschritten  15,- EUR

       

      Alkohol und Drogen im Straßenverkehr:

       

      Alkoholgehalt im Blut (Mindeststrafen)

      ab 0,3 bis unter 0,5 Promille: nicht strafbar, wenn keine Anzeichen für Fahrunsicherheit vorliegen und es nicht zu einem Unfall kommt; strafbar bei Anzeichen von Fahrunsicherheit oder bei Beteiligung an einem Unfall mit 7 Punkten und Geld- oder Freiheitsstrafe und Führerscheinentzug

      ab 0,5 Promille: 250,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot (seit 1.4.2001)
      bei Eintragung von bereits einer Entscheidung  500,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
      bei Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen  750,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

      ab 1,1 Promille: Geldstrafe oder Freiheitsentzug, 7 Punkte, 6 Monate bis 5 Jahre Entzug der Fahrerlaubnis

      Berauschende Mittel, unabhängig von der konsumierten Menge !
      Dazu gehören: Cannabis, Heroin, Kokain, Morphin, Amphetamine, Ecstasy
      250,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
      bei Eintragung von bereits einer Entscheidung  500,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
      bei Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen  750,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

      Auf dem Fahrrad ist ab 1,6 Promille der Auto-Führerschein weg. Eine MPU wird fällig.
      Mit Unfallbeteiligung verliert man den Führerschein auf dem Fahrrad ab 0,3 Promille.

       

      Sonstiges:

       

      Fahrzeug in Betrieb genommen, obwohl das vorgeschriebene amtliche oder rote Kennzeichen oder Kurzkennzeichen fehlte  40,- EUR; 1 Punkt

      Bei laufendem Motor ein Handy zur Benutzung in die Hand genommen 30,- EUR

      Mit einem Fahrrad fahrend ein Handy zur Benutzung in die Hand genommen 15,- EUR

      Kennzeichen mit Glas, Folien oder ähnlichen Abdeckungen versehen  50,- EUR; 1 Punkt

      Vorgeschriebenen  Sicherheitsgurt während der Fahrt nicht angelegt  30,- EUR

      Als Kfz-Führer oder als anderer Verantwortlicher bei der Beförderung eines Kindes nicht für die vorschriftsmäßige Sicherung gesorgt
      bei einem Kind  30,- EUR
      bei mehreren Kindern  35,- EUR

      (Umweltschutz:) Innerhalb einer Ortschaft unnütz hin- und hergefahren und dadurch einen anderen belästigt  20,- EUR

      Als Unfallbeteiligter den Verkehr nicht gesichert oder bei geringfügigem Schaden nicht unverzüglich beiseite gefahren  30,- EUR, bei Sachbeschädigung 35,- EUR

      Unfallspuren beseitigt, bevor die notwendigen Feststellungen getroffen worden waren  30,- EUR

      Vorgeschriebenes Ausweispapier, vorgeschriebene Urkunde über eine Erlaubnis oder sonstige Bescheinigung nicht mitgeführt oder auf Verlangen nicht ausgehändigt  10,- EUR

      Kraftfahrzeug, dessen Schalldämpferanlage defekt war, in Betrieb genommen  20,- EUR

      Vorfahrt nicht beachtet und dadurch einen Vorfahrtsberechtigten gefährdet  50,- EUR, 3 Punkte

      Bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen außerhalb geschlossener Ortschaften am Tage nicht mit Abblendlicht gefahren  40,- EUR, 3 Punkte

      Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen gewendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung gefahren
      in einer Ein- oder Ausfahrt  50,- EUR, 4 Punkte
      auf der Nebenfahrbahn oder dem Seitenstreifen  100,- EUR, 4 Punkte
      auf der durchgehenden Fahrbahn  150,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot

      Auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen geparkt  40,- EUR, 2 Punkte

      Seitenstreifen zum Zweck des schnelleren Vorwärtskommens benutzt  50,- EUR, 2 Punkte

      Zeichen oder Haltegebot eines Polizeibeamten nicht befolgt  50,- EUR, 3 Punkte

      Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß geführt, nicht ausgehändigt oder nicht für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt  50,- EUR, 1 Punkt

        

      Erhöhung der Regelsätze:

       

      Erhöhung der Regelsätze bei Hinzutreten einer Gefährdung oder Sachbeschädigung

      falls diese Merkmale nicht bereits im Grundtatbestand enthalten sind, bei:
       
      40,- EUR: mit Gefährdung 50,- EUR, mit Sachbeschädigung 60,- EUR
      50,- EUR: mit Gefährdung 60,- EUR, mit Sachbeschädigung 75,- EUR
      60,- EUR: mit Gefährdung 75,- EUR, mit Sachbeschädigung 90,- EUR
      75,- EUR: mit Gefährdung 100,- EUR, mit Sachbeschädigung 125,- EUR
      90,- EUR: mit Gefährdung 110,- EUR, mit Sachbeschädigung 135,- EUR
      100,- EUR: mit Gefährdung 125,- EUR, mit Sachbeschädigung 150,- EUR
      125,- EUR: mit Gefährdung 150,- EUR, mit Sachbeschädigung 175,- EUR
      150,- EUR: mit Gefährdung 175,- EUR, mit Sachbeschädigung 225,- EUR
      175,- EUR: mit Gefährdung 200,- EUR, mit Sachbeschädigung 225,- EUR
      200,- EUR: mit Gefährdung 225,- EUR, mit Sachbeschädigung 225,- EUR

      Enthält der Grundtatbestand bereits eine Gefährdung, führt Sachschaden zu folgender Erhöhung:

      40,- EUR: 50,- EUR; 50,- EUR: 60,- EUR; 60,- EUR: 75,- EUR; 75,- EUR: 100,- EUR

       

      Straftaten im Straßenverkehr:

       

      Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort  7 Punkte
      Davon ausgenommen sind kleinere Unfälle außerhalb des fließenden Verkehrs , wenn kein Personenschaden und kein bedeutender Sachschaden entstanden sind und sich der verursachende Autofahrer innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei meldet.

      Straßenverkehrsgefährdung durch Führen eines Fahrzeugs bei Fahrunsicherheit infolge
      Alkoholgenusses, Genuss anderer berauschender Mittel, geistiger oder körperlicher Mängel  7 Punkte

      Straßenverkehrsgefährdung durch grob verkehrswidrige(s) und rücksichtslose(s)
      Vorfahrtmissachtung, Fehlverhalten beim Überholen, Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen, zu schnelles Fahren unter anderem an unübersichtlichen Stellen, Missachtung des Rechtsfahrgebots, Wenden, Fahren entgegen der Fahrtrichtung oder versuchtes Wenden, Rückwärtsfahren, Fahren entgegen der Fahrtrichtung oder versuchtes Wenden, Fahren entgegen der Fahrtrichtung auf Autobahnen oder Kraftstraßen, Nichtkenntlichmachung haltender oder liegengebliebener Fahrzeuge  7 Punkte

      Führen oder Anordnen oder Zulassen des Führens eines Kraftfahrzeuges
      ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots und trotz Verwahrung, Sicherstellung oder Beschlagnahme des Führerscheins  6 Punkte

      Kennzeichenmissbrauch, Gebrauch oder Gestatten des Gebrauchs unversicherter Kraftfahrzeuge oder Anhänger  6 Punkte

      Unbefugter Gebrauch von Kraftfahrzeugen  5 Punkte

      Nötigung, Tötung, Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, unterlassene Hilfeleistung, andere Straftaten  5 Punkte

       

      Führerschein auf Probe

       

      Bei einem Führerschein auf Probe wird zusätzlich bestraft, wer einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße begeht.
      In Betracht kommen nur Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld von mindestens 40,- Euro geahndet wurden.


      A-Verstöße sind:
      Unfallflucht, Nötigung, Vorfahrtsverletzung mit Gefährdung eines anderen, verbotenes Rechtsüberholen außerhalb geschlossener Ortschaften, Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h, zu schnelles Fahren bei Unübersichtlichkeit, an Kreuzungen und Einmündungen oder bei schlechten Sicht- oder Wetterverhältnissen, zu dichtes Auffahren, "Geisterfahren" auf Autobahn oder Kraftfahrstraße, Rotlichtmißachtung, Fahren unter Alkoholeinfluß, Überholen im Überholverbot.

      B-Verstöße sind:
      Unbefugte Benutzung eines Kraftfahrzeugs, Gefährdung oder Behinderung von Fußgängern oder Radfahrern beim Abbiegen, Gefährdung oder Behinderung von Personen in Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, Kennzeichenmißbrauch, ungenügendes Absichern eines liegengebliebenen Fahrzeuges mit Gefährdung anderer, verbotenes Parken auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen, Termin zur Hauptuntersuchung oder Abgasuntersuchung um mehr als 8 Monate überziehen, mit abgefahrenen Reifen fahren, Gefährdung oder Behinderung von Schulkindern an einem haltenden Schulbus


      Wer einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße begeht und einen Führerschein auf Probe hat, wird zusätzlich zur Maßnahme aus dem Verwarnungsgeld- bzw. Bußgeldkatalog folgendermaßen bestraft:

      Beim ersten Mal
      verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre.
      Ein Aufbauseminar wird angeordnet. Dieses Seminar muß an einer dafür zugelassenen Fahrschule absolviert werden.
      Es besteht aus einer Nachschulung von insgesamt 9 Stunden, verteilt auf 4 Blöcke zu 135 Minuten.
      Der Kurs wird in Gruppen von 6 bis 12 Teilnehmern abgehalten, die durch aktiven Erfahrungsaustausch
      und gemeinsame Analysen ihres bisherigen Fahrverhaltens lernen sollen, wie sie Unfallrisiken künftig vermindern können.
      Eine durchgehende Teilnahme an allen Stunden ist Pflicht.
      Anschließend muß eine Fahrprüfung mit einem Fahrlehrer, aber ohne einen Prüfer absolviert werden.
      Die Kosten betragen durchschnittlich 200 Euro, maximal etwa 400 Euro.
      Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da die Seminare nicht durchgehend angeboten werden.
      Eine Fristüberschreitung wird als Weigerung angesehen und hat den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge.
       
      Beim zweiten Mal (wieder ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße):
      Die Behörde empfiehlt die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung.
      Die (freiwillige) Teilnahme bringt 2 Punkte Rabatt.
       
      Beim dritten Mal (ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße):
      Die Fahrerlaubnis wird entzogen, eine Neuerteilung ist frühestens nach drei Monaten möglich

       

       

      Punktekonto:

       

      Die Punkte werden gelöscht:

       

      nach 2 Jahren: Punkte aus Bußgeldentscheidungen
      wenn in der Zeit keine neue Ordnungswidrigkeit (d.h. kein neuer Punkt) beim Zentralregister eingetragen wird,
      spätestens nach 5 Jahren werden diese Punkte gelöscht

      nach 5 Jahren: Einträge aus Verkehrsstrafsachen bei Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 3 Monate

      nach 10 Jahren: bei einer Verurteilung von mehr als 3 Monaten Freiheitsstrafe

      Die Folgen der Punkezahl::

       

      8 Punkte
      Der Fahrer erhält eine schriftliche Verwarnung,
      die ihn zu verkehrsgerechtem Verhalten auffordert
      und den Besuch eines Aufbauseminars empfiehlt.

      14 Punkte
      Hat der Betroffene in den letzten 5 Jahren kein Aufbauseminar besucht,
      erhält er die Aufforderung, ein solches Seminar zu besuchen.
      Kommt er der Aufforderung nicht nach, verliert er seinen Führerschein.
      Hat er in den letzten 5 Jahren bereits an diesem Seminar teilgenommen, wird er nur verwarnt.

      18 Punkte
      Die Fahrerlaubnis wird entzogen, für wenigstens 6 Monate.
      Um die Fahrerlaubnis wiederzubekommen, muß man sich
      einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) stellen

      Verbesserung des Punktekontos:

       

      Zur Senkung der Punktezahl kann man Seminare zur freiwilligen Fortbildung von Kraftfahrern besuchen,
      die den Autofahrer ca. 250 Euro kosten.
      Es gibt keine Abschlussprüfung, aber eine Teilnahmebestätigung.

      Bei bis zu 8 Punkten
      werden 4 Punkte gutgeschrieben

      Bei 9 bis 13 Punkten
      werden 2 Punkte abgezogen

      Bei 14 bis 17 Punkten
      kann man durch eine (andere) Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung
      2 Punkte gutgeschrieben bekommen

       

      Abfrage des Punktestandes:

       

      Der eigene Punktestand kann ausschließlich schriftlich
      oder per Fax beim Kraftfahrt-Bundesamt abgefragt werden,
      also nicht per eMail oder Internet.

       Dazu wird eine behördliche Identitätsbescheinigung bzw.
      eine amtlich beglaubigte Unterschrift oder eine Kopie des
      Personalausweises, des Passes oder des behördlichen Dienstausweises benötigt.
       Die Bescheinigung bekommt man z.B. bei der Gemeinde/Behörde
      des Wohnsitzes.
       
      Die Auskunft zum Punktestand ist kostenlos,
      die Faxnummer des Kraftfahrt-Bundesamtes lautet:
      04 61 / 3 16 16 50 oder 04 61 / 3 16 14 95

       

       

      MPU / Idiotentest:

       

      Antrag auf Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis:

       

      Wurde eine Fahrerlaubnis entzogen (nicht zu verwechseln mit einem Fahrverbot!),
      kann vor Ablauf der Sperrfrist bei der zuständigen Führerscheinstelle ein Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis gestellt werden. Die Verwaltungsbehörde kann dann eine MPU verlangen.
      Der Antrag sollte 8 Wochen vor Ablauf der Sperrfrist gestellt werden, bei erwarteter MPU 3 Monate vorher. Dem Antrag ist ein Lichtbild, ein Sehtest und eine Bescheinigung über Sofortmaßnahmen am Unfallort beizulegen. Es kann eine theoretische und praktische Fahrprüfung verlangt werden, nach mehr als 2 Jahren ohne Führerschein sind der Besuch einer Fahrschule und die Prüfungen Pflicht.
           

      Wann wird eine MPU verlangt ?

       

      Bei der Wiedererlangung einer Fahrerlaubnis wird eine MPU verlangt, wenn die Behörde der Meinung ist, daß sie die Entscheidung nicht ohne ein entsprechendes Gutachten fällen kann. Steht eine Nichteignung des Antragstellers auch ohne MPU fest, wird auf die MPU und auf die Erteilung einer Fahrerlaubnis verzichtet.
      Eine MPU wird fällig, wenn mehrfach gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde, bei erstmals alkoholauffälligen Fahrern mit mehr als 2 Promille oder bei wiederholtem Fahren unter Alkoholeinfluß innerhalb von 10 Jahren. Ab 1,6 Promille müssen diejenigen mit einer MPU rechnen, bei denen der Verdacht besteht, daß sie sich überdurchschnittlich an Alkohol gewöhnt haben. Das ist der Fall, wenn sie tagsüber mit Alkohol am Steuer erwischt wurden oder alkoholtypische Ausfallerscheinungen nicht zu erkennen waren.
       

       

      Woraus besteht eine MPU ?

       

      Eine MPU besteht aus einer medizinischen und einer psychologischen Überprüfung.
      Dazu gehören u.a. das Ausfüllen von Fragebögen (max. ca. 150-250 Fragen zum Ankreuzen), Blutabnahme (z.B. Leberwerte), evtl. Urinprobe, Gleichgewichts- und Koordinierungstests, Hör- und Sehtest, Messung von Größe und Gewicht, Fahrschulfragen, Befragung durch einen Psychologen. Die Dauer der MPU schwankt sehr stark, zwischen 3 Stunden und 1 Tag, evtl. auf 2 halbe Tage verteilt. Sie kostet ca. 310 - 400 € und findet meist beim TÜV oder der DEKRA statt.
       

       

      Warum die hohe Durchfallquote ?

       

      Die Durchfallquote soll bei ca. 50% liegen, zum Teil werden deutlich höhere Werte genannt.

      Die meisten MPU-Kandidaten sind Fahrer, die mehrfach alkoholisiert erwischt wurden und - auch wenn sie sich das nicht eingestehen - Alkoholiker sind. Statistisch gesehen wird nur jede 500ste Alkoholfahrt aktenkundig. Leute aus diesem Personenkreis müssen dem Gutachter also zweifelsfrei klarmachen, daß sie schon ein paar tausend Mal alkoholisiert gefahren sind, dies aber nie wieder machen werden, weil sie jetzt trocken sind und erkannt haben, wie schlimm das frühere Verhalten war. Bezeugungen wie "Ich werde bestimmt nie wieder alkoholisiert fahren" werden von dem Psychologen als zu plakativ und nicht ernst gemeint gewertet, jede einzelne der vielen Untersuchungsabschnitte kann zum Nichtbestehen führen. Es gilt die Devise "Im Zweifel gegen den Angeklagten und für die Allgemeinheit, die vor dem Fahrer geschützt werden muß". Oft hat sich die MPU nach der Analyse der Leberwerte schon erledigt.
       

       

      Ausländischer Führerschein als Alternative ?

       

      Einige dubiose Ratgeber bieten den Erwerb eines ausländischen Führerscheins als Alternative an.
      Ausländische Führerscheine sind in Deutschland nicht gültig, wenn hier ein Führerscheinentzug vorliegt. Spätestens wenn bei einer Verkehrskontrolle kein ausländischer Wohnsitz mit Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland festgestellt wird, fragt der Polizist über Funk nach einer Führerscheinsperre. Die rund 2.500 DM sollte man sich also sparen.
       

       

      Wie bereite ich mich auf eine MPU vor ?

       

      Bei alkoholbedingtem Führerscheinverlust sollten Sie bei Ihrem Hausarzt Ihre Leberwerte feststellen lassen (Blutuntersuchung).
      Liegt der Gamma-GT-Wert bei über 28 (Männer) bzw. 16 (Frauen), sollten Sie die Kosten und Mühen der MPU sparen. Dieser Wert zeigt den kurzfristigen regelmäßigen Alkoholkonsum an, nach ca. 4-6 Wochen Abstinenz sinkt er langsam.
      Der MCV-Wert ist ein typischer Langzeitwert. Liegt er bei über 97 (bzw. 93), macht das zumindest einen schlechten Eindruck.
      Mit einer langfristigen Kontrolle des MCV-Wertes (1x/Monat) könnten Sie bei der MPU Ihre Abstinenz beweisen.

      Es gibt sehr viele Ratgeber, die den MPU-Kandidaten ihre Dienste anbieten. Alle haben die Eigenschaft, zu teuer zu sein. Darunter gibt es sehr viele schwarze Schafe, die als solche schwer zu erkennen sind.

      Mit dem Durcharbeiten (Durcharbeiten, nicht Durchlesen) von Büchern kommen Sie deutlich preiswerter davon, auch wenn Ihnen auch da niemand den Erfolg garantieren kann.

       

      Was ist wichtig ?

       

      Auf eine MPU sollte man sich auf jeden Fall vorbereiten.

      Es wird verlangt, daß man sich ernsthaft, ausführlich und selbstkritisch mit den Problemen, also mit dem Alkoholkonsum oder dem eigenen Fahrverhalten auseinandergesetzt hat und sich deshalb in Zukunft besser verhält.
      Wenn Alkohol am Steuer vorlag, muß man sich Gedanken darüber gemacht haben, warum man getrunken hat (Problembewältigung/Gewohnheitstrinken).

      Der Versuch, bei der Verkehrskontrolle und beim Blutabnehmen möglichst nüchtern zu wirken, kann Nachteile haben: Das Fehlen von alkoholtypischen Ausfallerscheinungen läßt auf Gewohnheitstrinken schließen.

      Tips, in Stichworten (reichen bei weitem nicht als Vorbereitung):

      gepflegt, pünktlich, ausgeruht erscheinen, dadurch einen guten ersten Eindruck hinterlassen
      nicht lügen, die Gutachter erkennen das schnell
      nicht verharmlosen, verniedlichen, bagatellisieren
      eigene Verantwortung für das Vorgefallene anerkennen
      nicht die anderen oder das Schicksal/Pech verantwortlich machen
      die Alkoholmenge nie als Ausrutscher darstellen, auch wenn der Psychologe einem das in den Mund legt
      nie angeben, daß der Verzicht auf Alkohol leicht gefallen ist
      niemals angeben, es hätte sich um eine Ausnahme gehandelt, das glauben die Gutachter nicht
      nicht sagen, man weiß nicht, wie soviel Alkohol oder die Drogen ins Blut gekommen sind
      eigenes Verhalten offen, selbstkritisch darstellen, aber nicht übertrieben/plakativ oder floskelhaft
      die Gefährdung anderer durch eigenes Fehlverhalten berücksichtigen
      zu gute Eigenbewertung vermeiden ("bin sehr guter Fahrer" = Selbstüberschätzung)
      Zweit-MPU bei durchgefallener Erst-MPU nie bei gleicher Prüfungsstelle machen
      Nachgutachten bei bestandener MPU immer bei der gleichen Prüfungsstelle machen

       

      .....keine Ahnung ob das stimmt