Manipulationen am Tacho künftig unter Strafe

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    • Manipulationen am Tacho künftig unter Strafe

      Manipulationen am Tacho künftig unter Strafe



      Wer am Tacho dreht, dem droht künftig Haft (Foto: BMW)

      Wer Tachos an Fahrzeugen manipuliert, um eine geringere Laufleistung vorzutäuschen, muss künftig mit bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Dies sieht ein gemeinsamer Gesetzentwurf von Verkehrs- und Justizministerium vor. "Illegale Änderungen am Kilometerzähler können künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe sanktioniert werden", erklärte Verkehrsminister Manfred Stolpe. Auch Computerprogramme zur Fälschung der Daten würden verboten.

      Jedes dritte Auto manipuliert
      Mit dem Gesetz sollten vor allem Käufer von Gebrauchtwagen geschützt werden, sei doch der Kilometerstand ein wichtiges Kriterium zum Kauf, erklärte Justizministerin Brigitte Zypries. Der Schaden, der Gebrauchtwagenkunden durch Tachomanipulationen entsteht, geht nach Angaben des ADAC jährlich in die Milliarden. Bei jedem dritten Tacho stimme der angezeigte Wert nicht mit dem tatsächlichen überein, schätzen die Experten des Autoclubs. Manipulationen seien heute per Computer mit wenig Aufwand und geringen Kosten möglich.

      Tachotrickserei bisher straffrei
      Den Kilometerstand zu ändern, ist bislang nicht strafbar. Erst wer versucht, sich aus dieser Änderung einen Vorteil zu verschaffen, riskiert eine Geld-, im schlimmsten Fall auch eine Freiheitsstrafe. Dass soll sich nun ändern: Damit können auch Mitarbeiter von Werkstätten, die Kilometerzähler zurückstellten, künftig bestraft werden.

      Kein Schutz vor Betrug
      Bislang gibt es keinen wirksamen Schutz gegen Betrügereien mit der Laufleistung der Fahrzeuge. Kein Auto besitzt einen manipulationssicheren Tacho und selbst Vertragswerkstätten kommen guten Fälschungen nicht auf die Schliche.

      auto.t-online.de/c/40/05/55/4005556.html